Trauma Praxis Oerlinghausen

 


 

Trauma-Arbeit ist einer der wichtigsten Entwicklungswege, den ich kenne.

 

Das Erkennen und Lösen von Traumata entwickelt den Menschen ebenso wie die gesamte Welt, hin zum friedvollen Umgang miteinander und zum tiefen Kontakt mit uns selbst und mit anderen.

 

 


Was ist Trauma?

 

Ein Trauma entsteht durch ein uns überwältigendes Ereignis, das nicht sofort durchgelassen oder aufgearbeitet werden kann. Medizinische oder körperliche Traumata werden durch eine körperliche Verletzung verursacht. Bei Psychotraumata sind es Schockeinwirkungen oder Verletzungen der Psyche und der Seele. Diese Schockerlebnisse oder -situationen erschüttern uns so tief, dass wir sie nicht sofort bewältigen können. Viele Psychotraumata sind bereits in der Kindheit oder gar schon im Mutterleib entstanden. Dann handelt es sich um Entwicklungs- oder Bindungstraumata.

 

Mir geht es hier auf dieser Seite primär um Psychotraumata, Entwicklungstraumata und Bindungstraumata. 

 

Anders als bei einer psychischen Verletzung, setzt bei einer körperlichen Wunde, der Heilungsprozess unmittelbar nach dem Ereignis ein. Auch wenn dieser in schweren Fällen sehr lang dauern kann, so beginnt doch der Körper sofort mit der Reparatur. Bei der Verletzung der Psyche ist dieser Prozess unterbrochen, weil wir das verletzende Ereignis verdrängen und abspalten, damit es uns nicht überwältig. Dieser Schutzmechanismus lässt uns psychisch überleben, sorgt aber dafür, dass wir die Verletzung nicht als eine solche wahrnehmen. Gleichzeitig wird dadurch aber der Selbstheilungsprozess unterbrochen. Traumaarbeit befasst sich deswegen vorrangig mit dem Sichtbarmachen der gefährdenden Ereignisse oder der Situation, um dann Raum für die innere und natürliche Heilung zu schaffen. Der Raum, in dem wir hinschauen, muss sicher sein, damit wir uns dem Trauma gefahrlos und in unserem Tempo nähern können. 

 

Auch Psychotraumata beeinflussen den Körper. Unsere Reaktion auf ein traumatisierendes Ereignis oder eine anhaltende traumatisierende Situation ist erst einmal psychisch, aber eben auch körperlich. Wir gehen in eine Muskelstarre oder in den Kollaps. Manchmal bleibt ein dauerhafter körperlicher „Alarmzustand“ zurück, den die oder der Betroffene nicht zuordnen kann. Das autonome Nervensystem speichert die Reaktion und hält sie fest. Deshalb ist es oft hilfreich, wenn neben der seelischen Arbeit auch der Körper hinschauen und loslassen darf. Hier eignen sich beispielsweise die Methoden des „Neurogenen Zitterns“ oder die „Metamorphische Methode“. 

 

Nicht gewollt, nicht geliebt, nicht geschützt.

 

Entwicklungstrauma entstehen, wenn die Beziehung zu unseren Eltern, und hier natürlich besonders zu unserer Mutter, nicht stimmig zu unseren eigenen Entwicklungsphasen war. Die Erfüllung des Wunsches nach Bindung und später dann nach Autonomie, ist elementar für unsere Psyche. Wird diese kindgerechte Beziehung nicht gelebt oder gibt es sogar Ablehnung oder Gewalt, entsteht in der Regel ein Trauma, das die schmerzhaften Erlebnisse abspaltet und damit unser psychisches Überleben sichert. 

 

Trauma ist der Verlust der Verbindung zu uns Selbst und Heilung ist die Rückverbindung.

 

Haben wir Verbindung nicht oder nur eingeschränkt erlebt, tragen wir oft eine tiefe Sehnsucht nach liebevollem Kontakt in uns. Gleichzeitig kann sich aber Angst vor Kontakt etabliert haben. Trotzdem ist dann der Kontakt (mit uns) der kraftvollste Weg zur Heilung. 

 

Die Sehnsucht nach Kontakt, die Angst vor Kontakt und der heilende Weg über Kontakt, sind scheinbare Gegenspieler. In der Traumaarbeit können diese in einem sicheren Raum, mit dem eigenen, stimmigen Tempo zusammengeführt werden. 

 

Eine tiefe, gute und nachhaltige Arbeit.