Einzel-Sitzungen


Mein erstes Interesse an Trauma-Arbeit hatte keinen konkreten Anlass. Ich wusste innerlich, dass diese Arbeit mir helfen kann. Helfen, wobei? Auch das wusste ich nicht so recht. Natürlich hatte ich die kleinen täglichen Probleme, genauso wie die täglichen Freuden. Dennoch gab es da bestimmte Themen, die ich als Dauerbrenner-Probleme bezeichnet hatte. Was ich auch immer ich zur Lösung dieser Schwierigkeiten in der „Außenwelt“ tat, sie tauchten immer wieder auf. So bekam ich den Verdacht, dass es gar nicht am „Außen“ lag, wenn meine Leidensthemen immer wieder auftraten. Was ich auch tat und wohin ich auch ging, meine Themen nahm ich mit. 

 

Bei der Suche nach „inneren“ Gründen und Lösungen habe ich natürlich alle möglichen Ansätze und Methoden ausprobiert. Viele waren hilfreich, aber nur wenige nachhaltig. Phasen der psychischen Erleichterung waren oft mit späteren Down-Phasen verknüpft. Irgendetwas in mir, das meine Energie fraß und mein Potential dämpfte, hatte tiefere Wurzeln als geahnt. Diese energiebindenden tiefen Verstrickungen waren Traumata. In meinem Fall waren sie sogar abgespalten und damit für meinen Alltagsverstand nicht mehr erinnerbar. So kam ich, eher einer inneren Stimme folgend, an die Trauma-Arbeit. 

 

Die äußeren Anliegen, aus denen heraus sich ein Mensch für Trauma-Arbeit interessiert, sind vielfältig. Hier ein paar Beispiele:

 

  • Wiederkehrende Leidensthemen, die sich im Außen zeigen und hartnäckig halten
  • Angstzustände, dauernde Sorgen oder innere Unruhe
  • Allgemeiner Lebensfrust
  • Wiederkehrende Beziehungsprobleme
  • Sich wiederholende Probleme im Beruf
  • Alle Arten von Süchten (Drogen, Alkohol, viel arbeiten, Bildschirme aller Art, ...)

oder einfach

  • der innere Impuls, sich mit Traumata zu befassen

 

Unsere gemeinsame Arbeit

 

In einem telefonischen Vorgespräch klären wir gemeinsam, ob für Sie zurzeit die Trauma-Arbeit ansteht. Dabei geht es darum, dass Sie ein gutes Gefühl für den Prozess bekommen und ob Sie sich bei mir einen sicheren Raum vorstellen können. Dazu haben wir alle Zeit der Welt. 

 

In der Einzel-Sitzung erkennen wir dann, welche Anteile angeschaut werden wollen und können. Bei der angewandten Arbeitsweise betrachten wir gemeinsam die traumatisierten Anteile. Wie weit wir uns ihnen behutsam nähern wollen, hängt von dem Prozessverlauf ab, der sich Ihnen und mir zeigt. Abgespaltene Gefühle werden wieder fühlbar und autonome, unterschwellige Muster werden sichtbar. Gleichzeitig suchen und stärken wir Ihre gesunden Anteile, die ja, was auch immer passiert ist, in ihnen leben. 

 

Manchmal ist es erforderlich, dass wir den Körper durch lösende Übungen mit einbeziehen. Denn mitunter haben sich Traumata auch im autonomen Nervensystem etabliert. Dort konnten sie dann, wenn sie durch einen äußeren Trigger angeregt wurden, ihr automatischen Muster abspielen. Die Körperarbeit läuft in der Regel parallel zur Arbeit mit der Seele. Hierfür bietet sich beispielsweise das „Neurogenen Zittern“ an. 

 

Am Ende der Sitzung besprechen wir, ob es einen weiteren gemeinsamen Weg gibt und wenn ja, wie Sie ihn gestalten wollen.

 

Eine Einzel-Sitzung dauert 60 bis 90 Minuten.